Flüsse

 

Es könnte immerhin sein, dass, wer das Arbeiten des Flüssigen am Festen nicht mehr zu beobachten Gelegenheit hat, wer folglich das Fließende eher in seiner Gestalt vom Festen bestimmt erlebt als umgekehrt, auch im Bezug auf sich selbst eher die determinierenden Fakten seiner Umgebung als den eigenen individuellen Impuls als bestimmend erlebt, und dass so Umweltzerstörung nicht nur die Folge von Innenweltzerstörung ist, sondern diese auch weiter vorantreibt, weil wir Menschen nach wie vor unser Innenleben in Analogie zu dem interpretieren, was wir in der Außenwelt vorfinden.

Reinhold Falter "Für einen qualitativen Ansatz der Landschaftsästhetik", in: Natur und Landschaft, 67 Jg. (1992), Heft 3, 99-105 (Zitat auf S. 101)

 

Der Tagliamento - einer der letzten großen unverbauten Flüsse in Europa

 

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